Türchen 19

Es ist kalt, hat schon geschneit und es gibt nur noch wenig für unsere Wintervögel zu essen. Aber welche Vögel überwintern denn überhaupt in Deutschland? Und was essen diese Vögel überhaupt?

Kurzer Überblick: Es wird unterteilt in grob drei Kategorien: Weichfutterfresser, Körnerfresser und Allesfresser. Körnerfresser sind z. B. Meisen, Finken und Sperlinge, die essen, wie der Name sagt, Körner und Nüsse. Weichfutterfresser, Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Amseln, Wacholderdrosseln oder Zaunkönig, bevorzugen weiches Futter, wie Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie.

Am besten ist ein Körnergemisch, das aus Sonnenblumenkernen und Hanfkörnern besteht. Beide Samen sind wegen ihres hohen Ölgehalts sehr beliebt. Weitere Beimischungen: Hirse, Mohn, Distel- und andere Samen, Bucheckern, Getreidekörner, zerkleinerte Haselnüsse. Damit es nicht mit Ambrosia, einer Pflanze, die sehr gefährlich für Menschen und Tiere ist, belastet ist, mischt es am besten selbst zusammen.

DAS SOLLTET IHR NICHT VERFÜTTERN:

Salz: Salzhaltiges wie Brot oder z.B. Wurst-, Schinken-, Speck- und Käsereste bringt den Hochleistungsorganismus der Vögel völlig durcheinander.
Reines Fett: in Form von Margarine oder Butter
Durchgeforenes Futter: z.B. kleine Apfelstückchen (Äpfel nur im Ganzen auslegen, die Vögel picken sich geeignete Stücke ab)

Fettfutter selbst machen

Ein beliebtes Futter ist ein Gemisch aus zwei Teilen Rindertalg bzw. Pflanzenfett und einem Teil Samenmischung.

So geht’s:

  1. Das Fett erhitzen.
  2. Nach dem Schmelzen die Sämereien und evtl. gehackte Nüsse dazu mischen.
  3. Damit die Masse auch bei Kälte nicht hart und brüchig wird, können Sie einen Schuss Salatöl hinzugeben.
  4. Wenn Sie 5-6 Teile Talg auf 1 Teil Samenmischung nehmen, können Sie die gießfähige Masse für Baumläufer, Schwanzmeisen und Spechte an die rissige Borke alter Bäume streichen.

Vogelfutter am Stiel selber machen

Der Vorteil: Es bleiben keine Reste wie Meisenknödelnetze o.ä. zurück.

So einfach geht’s:

  1. Rindertalg oder Pflanzenfett schmelzen und in Joghurtbecher o.ä. füllen
  2. Samen, Futtermischung und/oder Trockenfrüchte (z.B. Rosinen) unterrühren
  3. Verästelte Zweige in die noch weiche Masse stecken
  4. Erkalten lassen
  5. Anschließend kurz in heißes Wasser tauchen, um die Form zu lösen
  6. Kopfüber anhand der verästelten Zweige in Sträuchern oder an Bäumen befestigen

Futterglocken mit selbstgemachtem Vogelfutter

Für Meisen und Kleiber kann man dem Gemisch auch Sonnenblumenkerne und Hanfsamen hinzufügen. Es wird dann in Blumentöpfe gegossen, in deren Wasserabzugsloch man einen Ast steckt. Am oberen Ende des Astes kann der Blumentopf aufgehängt werden, am unteren halten sich die Meisen beim Fressen fest

Als Futterglocken können Sie Blumentöpfe, halbe Kokosnussschalen, aber auch Dosen verwenden. In allen Fällen wird in einem Bodenloch senkrecht ein Zweig befestigt, der unten ungefähr 10 cm übersteht, damit sich die Vögel daran festhalten können. Oben kann der Zweig dazu dienen, dass man die Glocke mit einem Draht an einen Baum hängen kann. In die Glocken wird warmer Fettfutterbrei gegeben. Nachdem dieser fest ist, kann man die Glocke aufhängen. Zu beachten ist, dass man das Futtergerät an einem schattigen Ort anbringt, da sonst bei Erwärmung der Futterinhalt heraus fällt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.